Pole Dance Helicopter

Wie du den Invert lernst

Hallo Polerinas,

Heute lernen wir den Invert an der Pole.

Der Invert erfordert Kraft aus den Armen und ebenso aus der Bauchmuskulatur.

Zu Beginn ist es vielleicht eine eher schwierige und untypische Bewegung, da du deine Armmuskulatur und deine Bauchmuskulatur vorher vielleicht nicht auf diese Art und Weise benutzt hast und dann das Ganze auch noch über Kopf.

Dieses neue Bewegungsmuster muss dein Körper erstmal kennen lernen. Deshalb ist es auch vollkommen normal, dass es eine gewisse Zeit dauert, bis der Invert richtig sitzt und bis man ihn beherrscht. Je nachdem wie oft du trainierst, kann es zwischen 4-8 Wochen dauern, bis du dieses erste über Kopf Element kannst.

Aber hey – kein Meister ist je vom Himmel gefallen. Und das ist ja auch das Schöne am Poledance. Immer wieder Neues zu lernen und deinen Körper immer wieder aufs Neue zu fordern. Also mach dir keine Sorgen, nimm dir für dieses Element Zeit – den Invert braucht man nämlich sehr oft.

Wenn du ihn schon eine lange Zeit übst und du ihn immer noch nicht schaffst, ist das nicht schlimm. Selbst ich habe Elemente, sogar aus Anfängerkursen, die ich nicht beherrsche. Und ich mache Poledance nun seit ca. 5 Jahren. Es gibt immer wieder Elemente, die dir liegen und dann gibt es Elemente die du womöglich hasst.

Bevor ich mit Poledance begonnen habe, waren Rhythmische Sportgymnastik und Tanzen meine Leidenschaft. Bei diesen Sportarten waren die Bauch- und vor allem die Armmuskeln nicht ganz so wichtig. Deshalb fiel es auch mir am Anfang sehr schwer, mich jetzt mehr auf meine Muskulatur zu konzentrieren und mein gesamtes Körpergewicht an der Pole nach oben zu ziehen.

Aber je öfter man natürlich den Invert übt – umso mehr trainiert man auch die Muskelpartien die dafür notwendig sind.

Jetzt aber zur Umsetzung. Du wirst den Invert mit Sicherheit irgendwann beherrschen und bis dahin freue ich mich, dir hier vielleicht noch den einen oder anderen Tipp dafür zu geben, dein Ziel schneller zu erreichen.

Zu allererst ist es wichtig, deinen Körper richtig aufzuwärmen und deine Muskulatur zu aktivieren. Lass sie wissen, dass gleich etwas auf sie zukommt, das Kraft und Energie kosten wird. Hierbei eignen sich Bauchmuskelübungen wie Sit-ups sehr gut und für die Armmuskulatur eignen sich hier bestens die altbekannten Liegestütz. Außerdem kannst du Dips machen oder deine Arme mit Hanteln oder mit Wasserflaschen trainieren.

Wenn dein Körper aufgewärmt ist dann kannst du an die Pole gehen. Die Anfangsposition bildet ein wichtiges Fundament für die gesamte Übung. Es ist wichtig, dass du dich genau an der Pole positionierst und dabei auf ein paar bestimmte Dinge achtest.

Du stellst dich neben die Pole und legst deinen inneren Arm (Der Arm der an der Pole ist) hinten herum um die Stange. Der äußere Arm greift die Polestange oberhalb der anderen Hand. Aber nicht zu hoch greifen, lediglich auf Kopfhöhe. Jetzt kommst du mit deinen Füßen vor die Stange und schiebst deine Hüfte ebenfalls vor die Polestange.

Das fühlt sich am Anfang komisch an, hilft dir aber deinen Körper besser nach oben zu ziehen. Nun drückst du deinen Oberarm gegen die Stange, damit du einen sicheren und festen Griff und Halt hast. Um jetzt nach oben zu kommen, schließt du deine Beine, winkelst sie an und ziehst die Knie Richtung Brust. Gleichzeitig kippst du deinen gesamten Körper nach hinten. Hier kannst du am Anfang mit einem Bein Schwung holen oder ein klein wenig abspringen. Später solltest du den Invert direkt aus dem Stand machen.

Helicopter

Als nächstes streckst du deine Beine wie in einer Grätsche weit nach hinten unten. Nun bist du in der Helicopter Position. Hier solltest du auch den Kopf nach unten nehmen. Das spart dir Kraft. Diese Helicopter Position zeigt obere Bild.  Später sollte diese Helicopter Position für mindestens 2-3 Sekunden gehalten werden. Aber auch das wird am Anfang noch nicht gleich klappen. Das ist aber überhaupt kein Problem. Je öfter du den Invert machst, umso stärker wirst du und umso länger kannst du dann auch die Zwischenposition (Helicopter) halten.

Als nächstes streckst du die Beine nach oben und legst sie um die Pole herum. Jetzt ist es wichtig, die Oberschenkel zusammen zu pressen. Zwischen deinen Beinen und der Pole sollte jetzt keine Luft mehr sein. Deine Beine sollten überall Kontakt zur Stange haben.

Jetzt bist du im Invert. Nun drehst du deinen Oberkörper (Bauchseite) zur Stange hin und kannst dann abwechselnd deine Hände loslassen. Diese Position, in der du dich nur mit deinen Beinen hältst, nenn man Inverted Crucifix.

Am Anfang wird es sich bestimmt ungewohnt oder vielleicht sogar beängstigend anfühlen, über Kopf zu sein. Deshalb nimm dir im Training gern eine Matte. Die Matte wirst du mit Sicherheit nicht benötigen, aber oft reicht es nur zu wissen, dass eine Matte da ist.

Falls du zu sehr rutschst empfehle ich dir ein Gripmittel zu benutzen. Hier eignen sich am besten Gripmittel mit Magnesia. Das Magnesia Pad von LupitPole finde ich am besten. Das trocknet deine Hände ein wenig aus, damit du nicht mehr so arg schwitzt an den Handinnenflächen und du hast einen super Halt. Mit dem Pad kannst du ebenfalls die Stange ein wenig bearbeiten.

Gripmittel die aus Wachs sind, eignen sich nicht so gut für die Hände. Sobald man ein wenig schwitzt, wird das Wachs sehr glitschig und erzielt eigentlich genau das Gegenteil. Gripmittel aus Wachs eignen sich besser an Körperstellen, wie zum Beispiel in der Kniekehle oder in der Armbeuge.

Im Großen und Ganzen bin ich kein wirklicher Fan von Wachs, da es sehr an der Pole kleben bleibt, schmutzige Spuren hinterlässt, die man nur schwer wieder von der Stange wegbekommt. Außerdem bleibt man oft wieder an diesen Stellen hängen und es kann auch schon mal ein wenig schmerzen wenn die Haut am Wachs und an der Stange kleben bleibt.

Wenn man jedoch schwierige Figuren macht, sich vielleicht ein wenig sicherer fühlen möchte, dann kann man mal eine kleine Portion in zum Beispiel der Kniekehle verwenden. Doch für das normale Poletraining finde ich das Wachs nicht geeignet.

Falls du weitere Fragen zum Invert oder zu den Gripmitteln hast, kannst du mich natürlich jederzeit im Training und in den Kursen ansprechen.

Und nun heißt es – üben üben üben, aber vor allem auch Spaß haben  😉

Deine Svenja

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